Sonntag, 8. Juli 2012

Tag 1 und 2: Mexico City

Geschichte Mexico

Mexiko hat, so sagt man, "eine lange Vergangenheit und eine kurze Geschichte". Hochkulturen, wie die der Olmeken, Mayas und Tolteken entstanden und verschwanden wieder. Um 1200 n.Chr. zogen die Azteken in das Tal von Mexiko und erbauten ihre Hauptstadt Tenochtitlán auf den Inseln des Texcoco Sees. 1519 landete Hernán Cortés beim heutigen Veracruz und wird von Kaiser Moctezuma II in Tenochtitlán, dem heutigen Mexico City, als heimkehrender Priestergott Quetzalcóatl mit allen Ehren empfangen. Cortés beginnt mit der Eroberung des Landes. Die Aztekenkultur wird zerstört und Moctezuma von seinen eigenen Leuten 1520 getötet. Cortés errichtet das spanische Vizekönigreich "Nueva España", das zum Kernland der spanischen Herrschaft in Mittelamerika wurde und nahezu 300 Jahre bestand.Als im Jahre 1810 der Kampf um die nationale Unabhängigkeit begann und der Dorfpfarrer Hidalgo zuerst den "grito" (Unabhängigkeitsruf) formulierte, den bis heute der Staatspräsident zum Nationalfeiertag wiederholt, geschah dies im Zeichen der Legitimität "Lang lebe König Ferdinand VI". Der Weg zu einem modernen Mexiko war durch einen erbitterten Kampf gegen eine von den Spaniern eingeführte Gesellschaft und gegen die katholische Kirche gekennzeichnet. Im Jahre 1821 musste der spanische Vizekönig abdanken und es entstand für kurze Zeit ein von Spanien unabhängiges Kaiserreich.Das nächste halbe Jahrhundert war durch ständige politische Unruhen und häufigen Regierungswechsel gekennzeichnet. In diese Zeit fiel auch der Grenzkrieg mit den USA 1845/48. Mexiko musste nach seiner Niederlage die Gebiete nördlich des Río Grande, insbesondere Kalifornien und Texas, an die USA abtreten. Die Einstellung der Zinszahlungen für die gewaltigen Auslandsschulden führten zu einer bewaffneten Intervention der betroffenen Staaten Großbritannien, Spanien und Frankreich. 1862 drangen französische Streitkräfte in Mexiko ein und unter ihrem Druck wurde auf Veranlassung von Napoleon III die Monarchie ausgerufen und Erzherzog Maximilian von Habsburg als Kaiser eingesetzt. Er konnte jedoch nicht den von ihm offenbar erwarteten Rückhalt im Volk finden, wurde gestürzt und 1867 in Querétaro standrechtlich erschossen.1910 kam es unter Führung des Großgrundbesitzers Francisco Madero zu Unruhen und Revolution, der sich später der Bauernführer Emiliano Zapata anschloss. Bereits 1913 wurde jedoch Francisco Madero ermordet und es folgten Jahre blutiger Machtkämpfe, in deren Verlauf mehr als eine Million Mexikaner starben. 1917 trat unter Präsident Carranza eine neue Verfassung in Kraft, die die Reformgesetze von Benito Juárez von 1859 übernahm und unter anderem die Bodenschätze verstaatlichte. 1929 erfolgte die Gründung der Nationalrevolutionären Partei, welche die wichtigsten politischen Kräfte des Landes vereinte. Aus dieser mehrmals umbenannten Partei (seit 1946 PRI) stammen bis zum Jahr 2000 alle Präsidenten Mexikos. Ab dem Jahr 2000 fand ein historischer Machtwechsel statt und die PAN löste der PRI ab und stellt nunmehr den neuen Präsidenten.Die durch den Zweiten Weltkrieg hervorgerufene konjunkturelle Belebung schuf zusammen mit staatlichen Förderungsmaßnahmen die Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Aufschwung und politische Stabilität. In den siebziger Jahren wurde Mexiko zur Ölmacht, geriet jedoch Anfang der achtziger Jahre in eine enorme internationale Verschuldungs- und Wirtschaftskrise. 1986 trat Mexiko dem GATT bei und liberalisierte den Außenhandel. In der Vergangenheit trat das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA), dem Mexiko, USA und Kanada angehören, in Kraft. Wobei die derzeitgen NAFTA-Staaten Gesamtlateinamerika in die NAFTA aufnehmen möchten. Die ersten Verhandlungen sind abgeschlossen und es wird in nicht allzuferner Zukunft einen riesigen Gesamtamerikanischen Handelsraum geben, Cuba mal ausgenommen.











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