Montag, 16. Juli 2012

Tag 10: Pratenstadt S. Francisco de Campech und Ruinenstadt von Uxmal


San Francisco de Campeche

Die Hauptstadt des Bundesstaates heißt San Francisco de Campeche. Während der Kolonialzeit hatte die Stadt erhebliche Probleme mit Piraten, denn sie war nach Veracruz der zweitwichtigste Hafen des Vizekönigreichs. Ein verheerender Angriff führte 1663 fast zur vollständigen Zerstörung der Stadt.Man entschloss sich dann, die Stadt mithilfe enormer Befestigungsanlagen zu schützen (Bauzeit 1688 - 1704). Von der Stadtmauer steht nur noch ein kleines Stück, von den vier Toren gibt es noch zwei, und von den ehemals acht Bollwerken existieren immerhin noch sieben. Sie gehören zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Campeche.Innerhalb dieser Befestigungen liegt die Altstadt. Sie hat einen sechseckigen Grundriss und ist komplett im kolonialen Stil erhalten. Die pastellfarben gestrichenen Häuser sind überwiegend ein- bis zweigeschossig, die Fassaden sind mit Stuck geschmückt, die Straßen sind stilecht gepflastert. Alles ist perfekt restauriert. Die UNESCO hat die Altstadt 1999 zum Weltkulturerbe erklärte. 


Stadtmauern und Bollwerke

Das nordwestliche der sieben Bollwerke heißt Baluarte de San Carlos. Es wurde auch als Gefängnis genutzt. Es beherbergt heute das Museo de las Ciudad mit Objekten aus der Kolonialzeit.Das nächste Bollwerk (im Gegenuhrzeigersinn) ist die Baluarte de Santa Rosa. Darin befindet sich die Pinacoteca Campechana mit Bildern lokaler Künstler.Das südwestliche Bollwerk heißt Baluarte de San Juan. Hier steht noch ein Stück Stadtmauer bis zur Puerta de Tierra. Es bildet den Zugang zu den meerabgewandten Stadtteilen. Im südöstlichen Bollwerk Bauarte de San Pedro ist ein Museum für Artesanía untergebracht, es gibt einen Überblick über kunsthandwerkliche Tätigkeiten im Bundesstaat.In der Baluarte de Santiago in Nordosten befindet sich der kleine aber hübsche Jardín Botánico Xmuch Haltún mit Pflanzen, die in dem Bundesstaat wachsen.Das zentrale Bollwerk zur Meerseite heißt Baluarte de La Soledad mit dem Museo de la Arquitectura Maya. Das Museum erklärt die architektonischen Stilrichtungen der Maya, die in dem Bundesstaat vorkommen: Chenes, Puuc, Rio Bec und Peten Norte. Es zeigt eine große Menge Stelen und Türstürze.

Der Zócalo von Campeche heißt Parque de la Independencia. Die Kathedrale Nuestra Señora de la Concepción (Bauzeit 1650 - 1850) steht an der Ostseite. Es ist die älteste Kathedrale auf der Halbinsel, das Innere ist leider enttäuschend. An der Nordseite des Platzes steht der Palacio Municipal mit Portalen, an der Südseite ein ähnliches Gebäude mit Geschäften und Gastronomie. An der Westseite ist das Centro Cultural Casa Número 6 interessant. Das Gebäude im Mudejarbarock ist ein Museum und zeigt Möbel und Einrichtung des 18. Jahrhunderts.

Früher lag die Altstadt direkt am Meer, später wurde der Bereich der heutigen Uferstraße aufgeschüttet. Dort stehen heute viele Gebäude der Landesregierung, Behörden, Banken, Casinos, Einkaufszentren und Fastfoodrestaurants. Die Uferstraße ist breit und stark befahren.Do.–So. wird nach Einbruch der Dunkelheit bei der Puerta de la Tierra eine kleine Licht- und Tonschau präsentiert, die die Geschichte der Stadt behandelt.

























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