Montag, 9. Juli 2012

Tag 3: Ruinenstadt von Teotihuacán

Ort wo der Mensch zu Gott wird

In einem wüstenähnlichen Tal der zentralen Hochebene Mexikos, umgeben von weitläufigem Hügelland, entstand etwa 200 v. Chr. eine der imposantesten antiken Städte aller mesoamerikanischen Völker: Teotihuacán, der Ort wo der Mensch zu Gott wird, frei übersetzt aus der altertümlichen Sprache Náhuatl. In seiner Blütezeit zählte die Stadt bis zu 200'000 Menschen und das Kultzentrum mit seinen Pyramiden, Tempeln und Palästen dominierte die gesamte Region mehrere hundert Jahre lang. Teotihuacán ist aber nicht wie oft irrtümlich angenommen von den Azteken erstellt worden, diese stiessen erst viel später in die Gegend, vielmehr waren die Teotihuacános eine eigenständige Zivilisation.


Calzada de los Muertos 

Die 40 m breite, die ganze Anlage von Teotihuacán durchquerende Hauptachse, wurde von den Azteken als Calzada de los Muertos, Strasse der Toten, benannt, weil sie die Bauwerke für Königsgräber hielten. Die Totenstrasse wird von vielen kleineren Tempeln und möglicherweise von Wohnbauten der herrschenden Elite gesäumt. Am nördlichen Ende befindet sich der Quetzalpapalotl Palast und die Mondpyramide.


Sonnenpyramide und Mondpyramide

Das Prunkstück von Teotihuacán ist die 65 m hohe Sonnenpyramide. Eine steile, schweisstreibende Treppe führt auf die oberste Plattform, wo man erst richtig merkt, wie riesig die Struktur ist. Es sollen 10'000 Arbeiter während rund 10 Jahren an der Sonnenpyramide gearbeitet haben. Mit einer Grundfläche von 220 m auf 220 m ist sie die drittgrösste Pyramide der Welt, nach der Pyramide von Cholula im mexikanischen Bundesstaat Puebla und der ägyptischen Cheops Pyramide. Noch etwas weiter, am Ende der Strasse der Toten, liegt die etwas kleinere, aber dank dem attraktiven Stufenbau ästhetische ansprechendere Mondpyramide, welche eine fantastische Aussicht auf die ganze Anlage von Teotihuacán bietet.










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