Samstag, 20. Oktober 2012

Oktober 2012 Schloss Bürresheim: Wo Indiana Jones seinen Dad befreite

Schloss "Brunwald"

Indiana Jones gerät je gerne vor Traumkulissen in Schwierigkeiten. Man denke nur an die Szenen in Petra/Jordanien, als er hinter dem Heiligen Gral her war. Doch um da hin zu kommen, musste er in “Indiana Jones und der letzte Kreuzzug” erstmal seinen Vater Prof. Jones Senior (Sean Connery) in einer tollkühnen Aktion aus den Klauen der Nazis befreien. Die braunen Finsterlinge hielten den Archäologen nämlich auf “Schloss Brunwald” im tiefsten Süddeutschland fest. Die türmchenbewehrte Burg, die im Kino zu sehen wahr, steht jedoch ganz wo anders: Die Außenaufnahmen wurden vor Schloss Bürresheim in der Eifel gedreht.

Ein Gebäude mit langer Geschichte: Grenzgebiete sind ja traditionell reich an Burgen – vor allem aber an Burgruinen. So ist das auch in der Eifel, wo Kurköln und Kurtrier aneinanderstießen – und das absolutistische Frankreich mit seiner Politik der verbrannten Erde nicht weit war. Ganze drei Eifel-Burgen überstanden das Mittelalter, die Feldzüge Ludwigs XIV. und die französischen Revolutionswirren ohne erobert, zerstört oder völlig unrealistisch restauriert zu werden. Und zwar: Burg Eltz, Burg Lissingen und eben jenes Schloss Bürresheim. So wie das Schloss bei Mayen könnten heute also viele Burgen aussehen, wenn die Geschichte nicht ganz so zerstörerisch verlaufen wäre: Massive Türme, gekrönt von Fachwerk und spitzen Dächern. Ein Traum für Burgen-Fotografen.

Dass sich Trier und Köln keine blutigen Schlachten um die Burg lieferten, hatte einen einfachen Grund: Beide Erzbischöfe waren jahrhundertelang Besitzer eines eigenständigen Teils der im 12. Jahrhundert erbauten Burg und hatten hier ihre Lehensnehmer sitzen. Solche Doppelburgen kamen durch Erbteilung im Mittelalter gelegentlich vor (z.B. Burg Thurant an der Mosel).

Noch heute gibt es einen Kölner Burg genannten Teil, der nur noch als Ruine existiert, und den erhaltenen Teil der sogenannten Trierer Burg. Zum dortigen, spätmittelalterlichen Wohnbau heißt es in der Wikipedia, dieser veranschauliche “sehr gut, wie einfach man um 1490 wohnte. In jedem Stock befindet sich ein einziger großer Saal mit Eichenholzpfeilern, Balkendecken und riesigen Kaminen. Erst in späteren Jahrhunderten teilte man gemütliche Zimmer ab.”
1659, nach jahrzehntelangen Streitigkeiten bis vors Reichskammergericht, wurde die Familie von Breidbach-Bürresheim alleinige Besitzerin der Anlage. Sie ließ die Burg zu einem barocken Wohnschloss umbauen. Deren Erben verkauften das Schloss 1938 an die Preußische Rheinprovinz.
Die fast 300 Jahre im Besitz der von Bürresheim und der Umstand, dass keine plündernden Franzosen oder Hessen durchzogen, führten dazu, dass die einzigartige Innenausstattung erhalten blieb. Sie umfasst Stücke aus der Spätgotik bis zum Historismus ein einmaliges Zeugnis rheinischer Adels- und Wohnkultur. Das Schloss kann besichtigt werden.
















































Samstag, 13. Oktober 2012

Area San Marco, Dorso Duro e Giudecca

Area San Marco, Dorso Duro e Giudecca




















































Kirche San Pantaleone Martire

San Pantalon

Die heutige Kirche, deren Gründung auf das 13. Jahrhundert zurückgeht, stammt aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und ihre Fassade ist nie vollendet worden. Den einschiffigen Saalraum mit Seitenkapellen überspannt ein Gemälde von Antonio Fumiani (1680-1704); es handelt sich um das größte Deckenleinwandbild der Welt und zeigt in illusionistische Architektur eingebunden das Martyrium des Heiligen Pantaleone. Die Kapellen sind reich mit Skulpturen und Malereien aus dem venezianischen 18. Jahrhundert ausgestattet, aber die Prachtstücke der Kirche befinden sich in der Kapelle links vom Hochaltar: eine Marienkrönung von Antonio Vivarini und Giovanni d´Alemagna (1444), ein Triptychon aus dem 14. Jahrhundert aus dem Umkreis von Paolo Veneziano, und eine kleine Madonna aus Alabaster, ebenfalls aus dem 14.Jh. 








Ex-Chiesa di San Barnaba

Kirche San Barnaba

Die Kirche San Barnaba (Chiesa di San Barnaba) befindet sich im Stadtviertel (eigentlich Stadtsechstel) von Dorsoduro am Campo San Barnaba. Nördlich der Kirche fließt der Rio di San Barnaba vorbei, über den zwei Brücken in verschiedene Richtungen führen. Zum einen ist dies die Ponte San Barnaba, die vom Campo aus gesehen rechts in Richtung des Museums Ca'Rezzonico führt, wo es auch eine Vaporetti-Haltstelle des ACTV gibt (Linien 1 + 2). Die andere, westlich vom Platz liegende Brücke, führt von der Fondamenta Gerardini über den Rio San Barnaba zur Fondamenta Alberti und geradeaus weiter zum Rio Terra Canal, der in seinem nordwestlichen Bereich in den Campo Santa Margherita übergeht, einem der größten und attraktivsten Plätze der Stadt Venedig.

Die Kirche ist dem heiligen San Barnaba (Apostel Sankt Barnabas) geweiht. Das Gebäude der Kirche San Barnaba wurde im klassizistischen Stil errichtet. Die gewaltige, beeindruckende Fassade weist zum Campo San Barnaba. Vier mächtige korinthische Säulen tragen einen Architrav, auf dem ein Dreiecksgiebel ruht. Die Fassade ist aus istrischem Stein errichtet worden, wie bei vielen Kirchen in Venedig. Die anderen Seitenwände wurden in Ziegelbauweise errichtet und sind heute teilweise verputzt.

Eine alte Chronik besagt, dass die Errichtung der Kirche im Jahre 936 von einer Familie namens Adorni gestiftet wurde. Auf dem zu bebauenden Gelände soll es schon eine Vorgängerkirche gegeben haben. Es ist bis heute umstritten, wann die Kirche fertiggestellt bzw. eingeweiht wurde. In dieser Gegend gab es zahlreiche Brände, von denen auch die Kirche immer wieder betroffen war. Sie musste deshalb mehrfach erneuert und renoviert werden. Die Konsekrierung zog sich angeblich bis zum 6. Dezember 1350 hin. Die Kirchenweihe soll von einem Bischof namens Suda im Zusammenwirken mit dem Bischof von Castello, Nicolo Morosini vollzogen worden sein.






      



































 


Ponte dei Pugni

Brücke der Fäuste

Eine kleine Geschichte aus dem Alltag vergangener Zeiten erzählt die Ponte dei Pugni, die Brücke der Schläge. Auf ihr trafen sich die Bewohner der angrenzenden Ecken zu einem besonderen Spiel. Es galt die Gegner irgendwie von der Brücke in den Kanal zu bekommen. Wer zuletzt noch oben war, hatte gewonnen. Wegen der ausufernden Gewalt wurde das "Spiel" letztlich verboten. Auf der Brücke seht ihr Fussabdrücke, die an diese Aktivitäten erinnern. 













Malpaga Canal

Malpaga Canal


Dogana Santa Maria della Salute

Santa Maria della Salute

ist eine barocke Kirche in Venedig an der Einfahrt zum Canal Grande. Sie ist eine der beiden Votivkirchen Venedigs, die aus Anlass einer Pestepidemie in der Stadt erbaut wurden. Am 22. Oktober 1630 gelobte der Doge Nicolò Contarini der Madonna eine Kirche, mit der Bitte um Beendigung der Pest, die seit 1630 in der Stadt wütete und bei der die Stadt rund 46.000 Einwohner (ein Drittel ihrer Bevölkerung) verlor. Die Kirche sollte an exponierter Stelle am Bacino di San Marco gegenüber dem Dogenpalast errichtet werden. Aus dem ausgeschriebenen Wettbewerb ging der Venezianer Baldassare Longhena, ein Schüler Scamozzis, als Sieger hervor, obwohl der Senat zunächst lieber einen römischen Architekten engagiert hätte. Mit dem Bau der Kirche wurde eine grundlegende städtebauliche Neuordnung dieses Bereichs in Angriff genommen, die das Bild Venedigs, festgehalten in unzähligen Veduten vom 17. bis zum 19. Jahrhundert, bis heute prägen sollte. Die alte Bebauung mit Wohnhäusern und Kloster und Kirche San Trinità wurde abgerissen, um Platz für die Kirche, den Neubau der Zollstation und das Konventsgebäude der Somasker, die die Kirche zu betreuen hatten, zu schaffen. Diese Bauten sind wesentliche Komponenten eines einzigartigen städtebaulichen Ensembles um den Bacino. Sie sind Ergebnis einer sorgfältigen Planung durch den Senat und die venezianischen Baubehörden, die auf ein Jahrhunderte altes Wissen von Stadtbaukunst und urbanistischer Inszenierung zurückgreifen konnten. Longhena hat mit Unterbrechungen sein ganzes Leben lang an der Errichtung der Kirche gearbeitet, die erst 1687, fünf Jahre nach seinem Tod, geweiht wurde. 1921 erhielt die Kirche den Ehrentitel einer päpstlichen Basilica minor.





















Geschichte Venedig

Venedig
bzw. Venezia, venezianisch Venexia, ist eine Stadt an der Adria im Nordosten Italiens. Sie ist die Hauptstadt der Region Venetien und der Provinz Venedig. Sie trägt den Beinamen La Serenissima, der auf lat. Serenitas oder Serenissimus zurückgeht, ein Titel, der schon unter den Söhnen des römischen Kaisers Theodosius' des Großen erscheint, also auf das frühe 5. Jahrhundert zurückgeht. Eine deutschsprachige Nachbildung wäre dementsprechend Die Durchlauchtigste (von mhd. durchliuhtec = durchstrahlend, hell leuchtend; gemeint ist fürstlich, erhaben).

Bei der Volkszählung 2006 hatte die Stadt 268.934 Einwohner, davon wohnten 176.621 auf dem Festland, 61.611 im historischen Zentrum (centro storico) und weitere 30.702 innerhalb der Lagune. Am 31. Dezember 2010 zählte man 270.884 Einwohner. Das historische Zentrum erstreckt sich über etwa 118 Inseln und liegt ebenfalls in der Lagune, die zwischen den Mündungen des Po im Süden und des Piave im Norden liegt. Die Fläche der Stadt beträgt nach offiziellen Angaben genau 414,573211 km², davon sind 257,7256 km² Wasserfläche.

Rund ein Jahrtausend lang war die Stadt als Republik Venedig eine der bedeutendsten politischen und wirtschaftlichen Mächte und eine der größten europäischen Städte, bis ihre Selbstständigkeit 1797 endete. Ihr Adel, der politisch dominierte, stellte zeitweise den größten Zwischenhändler zwischen Westeuropa und dem östlichen Mittelmeer dar. Die Stadt profitierte vom Handel mit Luxuswaren, Gewürzen, Salz und Weizen, und entwickelte sich zugleich zum größten Finanzzentrum. Keine zweite Stadt Europas hat ihre ständische Ordnung so entschieden zur Arbeitsteilung genutzt wie Venedig. Der Adel besorgte die Politik und die gehobene Verwaltung sowie die Kriegs- und Flottenführung. Zudem dominierte er den Fernhandel. Die Cittadini, die bürgerlichen Kaufleute (circa 3 bis 4 % der Bevölkerung), sorgten für Geldmittel und Wertschöpfung durch Handel und Produktion von Luxuswaren, ohne Zugang zu den politischen Gremien. Die Populani, also die Mehrheit der Bevölkerung, stellte die Soldaten, Matrosen und leistete Handarbeit, durfte aber auch als Schiffsbesatzung in gewissem Rahmen auf eigene Rechnung Handel treiben. In der Epoche des Aufstiegs waren die Adelsfamilien aktiv an Wirtschaft und Verwaltung der Stadt beteiligt: Sie trieben Handel, leiteten Kontore, kommandierten Galeeren und Flotten und waren in den zahlreichen Gremien des Staatswesens in die - zeitlich begrenzten - Ämter eingebunden, deren Kosten sie selbst zu tragen hatten und die sie ohne spezielle Ausbildung ausfüllten.













Oktober 2012 Venedig: Auf der Spuren von Indiana Jones

- Dogana dellla Salute
- Malpaga Canal
- Ponte dei Pugni
- Die Barnaba Kirche
- San Pantaleone Martire Kirche
- Area San Marco
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- Area la Giudecca