Samstag, 13. Oktober 2012

Geschichte Venedig

Venedig
bzw. Venezia, venezianisch Venexia, ist eine Stadt an der Adria im Nordosten Italiens. Sie ist die Hauptstadt der Region Venetien und der Provinz Venedig. Sie trägt den Beinamen La Serenissima, der auf lat. Serenitas oder Serenissimus zurückgeht, ein Titel, der schon unter den Söhnen des römischen Kaisers Theodosius' des Großen erscheint, also auf das frühe 5. Jahrhundert zurückgeht. Eine deutschsprachige Nachbildung wäre dementsprechend Die Durchlauchtigste (von mhd. durchliuhtec = durchstrahlend, hell leuchtend; gemeint ist fürstlich, erhaben).

Bei der Volkszählung 2006 hatte die Stadt 268.934 Einwohner, davon wohnten 176.621 auf dem Festland, 61.611 im historischen Zentrum (centro storico) und weitere 30.702 innerhalb der Lagune. Am 31. Dezember 2010 zählte man 270.884 Einwohner. Das historische Zentrum erstreckt sich über etwa 118 Inseln und liegt ebenfalls in der Lagune, die zwischen den Mündungen des Po im Süden und des Piave im Norden liegt. Die Fläche der Stadt beträgt nach offiziellen Angaben genau 414,573211 km², davon sind 257,7256 km² Wasserfläche.

Rund ein Jahrtausend lang war die Stadt als Republik Venedig eine der bedeutendsten politischen und wirtschaftlichen Mächte und eine der größten europäischen Städte, bis ihre Selbstständigkeit 1797 endete. Ihr Adel, der politisch dominierte, stellte zeitweise den größten Zwischenhändler zwischen Westeuropa und dem östlichen Mittelmeer dar. Die Stadt profitierte vom Handel mit Luxuswaren, Gewürzen, Salz und Weizen, und entwickelte sich zugleich zum größten Finanzzentrum. Keine zweite Stadt Europas hat ihre ständische Ordnung so entschieden zur Arbeitsteilung genutzt wie Venedig. Der Adel besorgte die Politik und die gehobene Verwaltung sowie die Kriegs- und Flottenführung. Zudem dominierte er den Fernhandel. Die Cittadini, die bürgerlichen Kaufleute (circa 3 bis 4 % der Bevölkerung), sorgten für Geldmittel und Wertschöpfung durch Handel und Produktion von Luxuswaren, ohne Zugang zu den politischen Gremien. Die Populani, also die Mehrheit der Bevölkerung, stellte die Soldaten, Matrosen und leistete Handarbeit, durfte aber auch als Schiffsbesatzung in gewissem Rahmen auf eigene Rechnung Handel treiben. In der Epoche des Aufstiegs waren die Adelsfamilien aktiv an Wirtschaft und Verwaltung der Stadt beteiligt: Sie trieben Handel, leiteten Kontore, kommandierten Galeeren und Flotten und waren in den zahlreichen Gremien des Staatswesens in die - zeitlich begrenzten - Ämter eingebunden, deren Kosten sie selbst zu tragen hatten und die sie ohne spezielle Ausbildung ausfüllten.













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