Samstag, 19. November 2016

Zeppelin Dinner Teil 1. Erste Nordamerikafahrt des LZ 127 „Graf Zeppelin“ am 11. Oktober 1928

Das Starrluftschiff LZ 127 Graf Zeppelin aus der Reihe der Zeppeline gilt als das erfolgreichste Verkehrsluftschiff seiner Zeit. Es wurde am 18. September 1928 nach 21-monatiger Bauzeit in Dienst gestellt und bekam das offizielle Luftfahrzeugkennzeichen D-LZ127. Zur Finanzierung des Baus wurde von Hugo Eckener die so genannte Zeppelin-Eckener-Spende ins Leben gerufen. Diese Sammlung brachte 2,3 Millionen RM, was aber die Baukosten nur teilweise decken konnte. Nach längeren Verhandlungen gab das Deutsche Reich 1,1 Millionen RM hinzu, und 0,8 Millionen RM brachte die Luftschiffbau Zeppelin GmbH aus eigener Kraft auf. LZ 127 wurde am 8. Juli 1928 anlässlich des 90. Geburtstages des 1917 verstorbenen Firmengründers Ferdinand Graf von Zeppelin von seiner Tochter Hella Gräfin von Brandenstein-Zeppelin getauft.Ursprünglich als Versuchsschiff gebaut, erwies sich LZ 127 als so zuverlässig, dass es bald durch zahlreiche spektakuläre Fahrten berühmt wurde. Dazu zählen unter anderem die 20-tägige Weltfahrt und die Polarfahrt.

Reich, schön, wichtig oder berühmt waren diejenigen, die sich eine Passage im Zeppelin leisten konnten.

Dr. Hugo Eckener, Kommandant des LZ 127, hatte zur Finanzierung der ersten Nordatlantikfahrt neben großer Mengen Luftpost auch zahlende Fahrgäste zugelassen. 3000 Dollar kostete die Reise über den Atlantik. 

Ernst A. Lehmann, der auf dieser Fahrt neben Hans Curt Flemming und Hans von Schiller als Wachoffizier dabei war, zählt die Passagiere auf:

„Die Hearstpresse, deren Chefkorrespondent Carl von Wiegand ist, sichert sich die Bordberichterstattung für Amerika, Scherl und Ullstein für Deutschland; zwei amerikanische und zwei deutsche Journalisten, zwei Maler und zwei Filmoperateure machen die Überfahrt mit. Einer der beiden Maler ist Eckeners Flensburger Landsmann Professor Dr. e. h. Ludwig Dettmann, der auf dieser Ozeanreise eine Bildermappe voll starker und farbensprühender Impressionen geschaffen hat. 
Zwei Amerikaner, der Großindustrielle Dr. Reiner, dem auch eine Fabrik in Chemnitz gehört, und der Rentner Gilfillan, in der Schweiz ansässig, lassen sich den Kabinenplatz je 3000 Dollar kosten.
Die Reichsregierung entsendet zur Teilnahme einen Vertreter des Reichsrates, der sogar Minister ist, und drei des Reichsverkehrsministeriums, nämlich den Ministerialdirigenten Dr. Brandenburg, einen Meteorologen und einen Mitarbeiter der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt.“

Die Ufa hatte den Kameramann Hans Rudolf Meyer mitgeschickt, für den Scherl-Verlag waren der Jounalist Rolf Brandt und der Maler Ludwig Dettmann mit an Bord, für Ullstein Walther Kleffel und der Zeichner Theo Matejko.

Von deutscher Regierungsseite waren neben dem Ministerialdirigenten Brandenburg noch der preußische Innenminister Albert Grzesinski und Regierungsrat Dr. Rudolf Benkendorff an Bord. Lehmann zählt weiter auf:

„Die Telefunken-Gesellschaft und Zeiß lassen auf Fahrt Versuche mit Kurzwellensendern und optischen Apparaten ausführen. Die Versicherungsgesellschaft Allianz versichert sich durch einen ihrer Direktoren über den Sicherheitsfaktor im Luftschiff, um hernach die anfangs noch sehr hohen Versicherungsquoten herabzusetzen.Als Gäste folgen der Einladung zur Mitfahrt Graf Brandenstein-Zeppelin, der Schwiegersohn des alten Grafen, Oberst Herrera, der um das Zustandekommen der Südamerikalinie bemühte Leiter der spanischen Luftfahrtgesellschaft Colon, und Commander Rosendahl.“

Wer aufmerksam gelesen hat, wird bemerkt haben, dass bislang ausschließlich männliche Gäste aufgezählt worden sind. Doch immerhin gab es mit Lady Grace Hay Drummond-Hay wenigstens eine Quotenfrau auf der ersten Nordatlantiküberquerung des LZ 127. Die Lady erfüllte dann sogar schon vor dem Start des Luftschiffs ein weibliches Klischee, wie Lehmann zu berichten weiß:

„Als das Luftschiff schon ausgebracht werden soll, stellt sich heraus, daß die einzige mitfahrende Dame, die Journalistin Lady Drummond Hay, im Hotel mit ihrer Toilette noch nicht fertig ist und fehlt. Atemlos kommt sie mit ihrem Kollegen Carl von Wiegand, der sie nicht im Stich gelassen hat, angelaufen, wird, da die Einstiegstreppe schon entfernt worden ist, durch die Gondeltür an Bord gehoben und jammert, kaum oben, zum Kabinenfenster hinaus: ‚Um’s Himmels willen, mein Mantel!‘ Die Schiffsleitung ist galant genug, durch Schnellauto auch den vergessenen Mantel noch aus dem Kurgartenhotel herbeizuschaffen; dann endlich kann sich der Koloß, von Schillers Pfeife dirigiert, an Seilspinne und Laufkatze in Bewegung setzen.“

Diese Episode kommentiert der mitreisende Journalist und Schriftsteller Rolf Brandt etwas genervt in seinem Reisetagebuch mit folgenden Worten:

„Ein kleines Intermezzo, wie die englische Kollegin, Lady Drummond-Hay, im letzten Moment – ach, diese Frauen herangestolpert kommt, und wie sie es fertig bringt, sich sogar den vergessenen Mantel noch nachbringen zu lassen.“

Zeppelinarchivarin Barbara Waibel beschreibt in ihrem Buch „Zu Gast im Zeppelin“ den deutsch-amerikanischen Textilmaschinenfabrikanten Dr. Rudolf Reiner als heiteren und kontaktfreudigen Reisegenossen, während der Rentner Frederick Gilfillan das absolute Gegenteil gewesen sei:

„Er blieb für sich, sprach wenig und wenn, dann nörgelte er. Ganz besonders schimpfte er über das Rauchverbot an Bord, für das er überhaupt kein Verständnis aufbringen konnte. Es hieß, er sei ein sehr starker Raucher, der täglich bis zu 100 Zigaretten konsumierte.“

Begeisterte Einheimische und teilweise sogar aus dem Ausland angereiste Schaulustige bejubelten den Zeppelin, der am 11. Oktober 1928 – es war ein Donnerstag – um 7:54 Uhr aufstieg. Fotografen und Presseleute aus aller Welt dokumentierten das Geschehen. 

Als erstes bezogen die Passagiere ihre Kabinen und packten ihre Koffer aus. Anschließend, schreibt Barbara Waibel, 

„versammelten sie sich in dem behaglichen rot-goldenen Salon und gaben sich ganz dem Genuss des Reisens in einem Zeppelin hin. Auf bequemen Stühlen vor den Fenstern sitzend, zog die herrlichem Landschaft wie ein Wandelpanorama unter ihnen vorüber. Um ein Uhr wurde die erste warme Mahlzeit serviert. Der Steward und sein Gehilfe deckten die Tische mit dem geschmackvollen Bordporzellan, das die Firma Heinrich in Selb gestiftet hatte. Jeder Gast erhielt eine Serviette mit eigenem Ring. Die ersten Flaschen wurden entkorkt. Das Mittagsmenü bestand aus einer kräftigen Fleischbrühe, einem Schmorbraten als Hauptgang und Kompott oder frischem Obst als Dessert.“ 

Rolf Brandt saß mit Lady Drummond-Hay, Carl von Wiegand, Ludwig Dettmann, dem Zeichner Matejko und Oberst Herera am Tisch. Brandt schreibt:

„Wir hatten den runden Ecktisch, der sich auf der linken Seite gleich neben dem Gang zur Küche und zur Funkstation befindet. Wir beschließen, unseren Tisch während der Fahrt beizubehalten.“

Nach dem Essen zogen sich einige der Fahrgäste zu einem Mittagsschlaf in ihre Kabinen zurück, andere schlenderten durch das Luftschiff oder plauderten im Salon. Alle erfreuen sich an der Schönheit der vorbeiziehenden Landschaft. Nach dem Abendessen kommen sich die Gäste näher. Rolf Brandt: 

„Man nimmt ein Glas Bordeaux. Beschwingter vom Erlebnis als vom Wein trinken sich die Tische einander zu. Man fühlt, wie Kameradschaft wächst.“ 

Die Fahrt über den Ozean verlief nicht ohne Turbulenzen. Als der Zeppelin über den Azoren von einem starken Westwind ergriffen wurde, schüttelten die Böen das Luftschiff hin und her, hoch und runter. 

Hugo Eckener schreibt in seinem Fahrtbericht, wie sich das Luftschiff plötzlich verhielt:

„Es steckte zunächst die Nase weg, richtete sich dann aber schnell wieder auf und wurde in einer Schräglage von etwa vierzehn bis fünfzehn Grad je um etwa einhundertfünfzig Meter emporgerissen. Ein solcher Vorgang ist durchaus nichts Ungewöhnliches.“

Diese nüchterne Einschätzung Eckeners galt aber nicht für die Fahrgäste. Barbara Waibel über die Auswirkungen:  

„Sie hatten sich gerade zum Frühstück im Salon eingefunden, als sich das Luftschiff aufbäumte. Tassen, Teller, Kaffeekannen fielen samt Inhalt mit großem Getöse von den Tischen und geradewegs auf einige Passagiere, die sich nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten. Besonders stark in Mitleidenschaft gezogen wurde der preußische Innenminister: ‚Auf mich kamen Teller, Sahnetopf, Wurst, Butter und belegte Brote. – Das Tablett stand gerade vor mir auf meinem Tisch. Kein Wegspringen schützte vor den einstürzenden Ereignissen! Es war nicht gerade schön. Es wurde alles schnell aufgeräumt und abgewischt. Doch es hat viel Scherben, auch in der Küche, gegeben. Und einen Erinnerungsfleck auf meinem braunen Anzug.‘ Der Zwischenfall hatte allen einen gehörigen Schrecken versetzt.“ 

Die Zeppeliner und ihre Passagiere mussten mitten im Atlantik, genau zwischen Afrika, Nord- und Südamerika, mit weiteren Schwierigkeiten kämpfen: Bei der hinteren Stabilisierungsflosse war die Bespannung zerrissen und der Bezug flatterte in Fetzen im Fahrtwind. Das Schiff drohte, manövrierunfähig zu werden.  

Rolf Brandt beschreibt die Szenerie:

„Eckener, ruhig wie immer, kommt auf einen Augenblick in den Salon. Sitzt mit ernstem Gesicht auf der Sofabank, die der Stammplatz von dem Minister ist. Eckener sagt, daß er nach Washington gefunkt und um Entsendung eines schnellen Torpedobootes gebeten habe. Der Salon wird leer… Es wird unerträglich warm. Über dreiundzwanzig Grad Celsius. Die Schiffsuhr zeigt zehn Uhr fünfzehn.
Regen schlägt gleichmäßig gegen die Scheiben. Vorläufig wird es kein warmes Essen geben, sagt der Steward mit unangenehmer Wichtigkeit. Wir Passagiere sagen es natürlich einander nicht – aber man ist ein bißchen beklommen…“
 

Immer wieder ließ der Schiffsführer die Motoren drosseln und in luftiger Höhe begannen die Reparaturen. Die Männer wären bei einer raschen Geschwindigkeit sonst von der Stabilisierungsflosse geweht worden. 

Nach rund fünf Stunden war alles soweit notdürftig repariert, dass der Zeppelin weitgehend mit normaler Geschwindigkeit weiterfahren konnte. Eckener funkte an die Marine, das Rettungsschiff nun doch nicht mehr zu benötigen. Im Fahrtbericht schreibt er:

„Über die Ursachen, die zum Platzen des Stoffbezuges führten, herrscht noch nicht volle Klarheit. Ich persönlich bin folgender Ansicht: Als das Luftschiff in der Regenbö rapide hoch ging, entstand in der hinteren Stabilisierungsflosse wie im ganzen Schiff natürlich ein Überdruck, der durch die Ventilationsklappen ausgeglichen werden mußte. Gleichzeitig, so vermute ich, wird in einer bestimmten starken Schräglage des Schiffes an der unteren Seite der Stabilisierungsfläche ein starker Unterdruck, ein Sog, sich gebildet haben, der im Verein mit dem Überdruck die Wirkung hatte, die untere Stoffbespannung von den Trägern, an denen sie befestigt ist, abzulösen oder ‚abzusaugen‘. Dabei ist der Stoff geplatzt. Möglicherweise ist an der Platzstelle ein Webefehler oder eine Beschädigung vorhanden gewesen, die zum Zerplatzen beitrug.“  

Trotz weiterer zahlreicher Turbulenzen und widriger Wetterbedingungen erreichte LZ 127 „Graf Zeppelin“ glücklich die amerikanische Küste. 

Rolf Brandt beschreibt die fiebrige Stimmung der Passagiere und den euphorischen Empfang:

„Unten, alle Dampfsirenen heulen, das Weiße Haus. Tausende von Menschen, das Capitol. Viele Fahnen wehen, es ist, als ob ein Brausen heraufdringe.Die Passagiere werden übermütig, sie gründen den Zeppelin-Club, dem jeder beitreten kann, der den Ozean im Zeppelin überquert hat. Dr. Eckener wird das Ehrenpräsidium angeboten. Er nimmt es lächelnd an, mit dem freundlichen Ausdruck eines Erwachsenen, der Kindern gern einen Gefallen tut. Hundert Dampfer auf dem Delaware, tausend Fabriken, alles dröhnt seine Freude empor. Die Wolkenkratzer. Dächer schwarz von Menschen. Alles nur Auftakt für New York, das wir im letzten Licht des Tages erreichen. Der Verkehr auf den riesenlangen Straßen steht still. Das Gebrause des Hafens und der Stadt ist ungeheuer. Flugzeuge umkreisen uns wie Vogelschwärme. Eckener und alle Schiffsoffiziere stehen im Vorderraum des Führerstandes. Wir fliegen genau über die Freiheitsstatue. Es ist ein feierlicher Augenblick, wir werden alle still und ergriffen.“ 

111 Stunden und 44 Minuten nach seinem Start in Friedrichshafen landete LZ 127 „Graf Zeppelin“ glücklich in Lakehurst. 






















































































































Mittwoch, 14. September 2016

An evening at Jock Lindsey's Hangar Bar

Fans of Indiana Jones were introduced to Jock Lindsey in the opening scene of Raiders of the Lost Ark, as the fedora-wearing archaeologist is chased through the jungle by angry, indigenous Hovitos to his friend waiting by the river. Jock saves the day, revving up his seaplane and carrying Indy to safety. What we didn’t get to see in the film were the many adventures of Jock Lindsey, who is the fictional man behind one of Disney Spring's newest lounge. The story goes, Jock traveled all over the world, meeting all sorts of adventurers and occasionally running into trouble. As he flew over the springs of Florida in 1938 searching for the Fountain of Youth, he decided to build himself a waterfront haven. Every corner of the Hangar Bar is filled with trinkets and treasures from Jock’s many adventures, including correspondence from his friends, like the renowned Dr. Jones.

The Hangar Bar's atmosphere reflects Jock’s affinity for travel, aircraft and the oddities he has picked up along the way. The focal piece of the main bar is the enormous antique map with a portrait of Jock in his signature Yankees baseball cap to the right. The industrial fans made from airplane propellers highlight the aviation theme. Browsing through the many trinkets and treasures throughout the bar can be an adventure of its own. Some artifacts tell their own stories, others are recognizable (that golden idol in the back corner might look familiar!), and some items you just have to imagine where they might have come from and how they made their way to Florida. With seating for about 150 people, the Hangar Bar is a cozy little spot with plenty of options. Guests can pull up a barstool at either the main bar inside or the second bar outside next to the “Reggie.” The boat-turned-dining-patio is an homage to Jock’s pet snake and the perfect place to sip on a refreshing cocktail while listening to the sounds of Disney Springs and enjoying the lake breeze. An extended patio and seating area wraps around the backside of the building.

The Hangar Bar serves up a range of specialty themed cocktails such as the popular German Mechanic, a mix of lemonade, Paulaner Hefe-Weizen, and Bavarian Radler Shandy, and the Cool-Headed Monkey, a blend of Starr African Rum, tangerine liqueur, lime, watermelon and pineapple juice. Jock puts his own spin on classic beverages such as the Hovito Mojito, the Air Pirate’s Mule and Shorty’s Singapore Sling. The bar also serves up tasty non-alcoholic beverages such as the Antidote, a mixer of Sprite and cherry juice, and the Poisonless Dart, soda water blended with mint, simple syrup and lime juice. The priority of Jock, his patrons and fellow adventurers is clearly conversing over delicious cocktails while the food is secondary.

Although tasty, the limited menu offers only a handful of appetizer style dishes such as the delightfully themed Lao Che’s Revenge sticky Asian chicken wings, the falafel stuffed Tanis Tacos and the spicy meatball Rolling Boulder Sliders. Some interesting additions worth trying include Dr. Elsa’s She-deviled Eggs brined in beet-juice and stuffed with lump crab or the Good Dates with goat cheese and Marcona almonds. Kids and airplane enthusiasts will love the Air Pirate’s Pretzels, bagel shaped pretzels served on a wire airplane with house made mustard and beer cheese fondue for dipping. Not necessarily a great option for dinner, the Hangar Bar is the perfect place for after dinner drinks or light snacking as you wind down with friends or family after a day in the parks.

When visiting the Hangar Bar, keep an eye out for nods to Jock’s most famous fellow adventurer, Indiana Jones.  You might find the golden fertility idol from a Mayan temple or Dr. Jones’ lucky lighter. A close look at the coasters reveals more nods to both Jock and Indy, from Jock’s favorite Python Bar in Caracas to the infamous Club Obi-Wan. The coasters make great, cheap souvenirs, too!

Join Jock and the Society of Explorers and Adventurers at the Hangar Bar, tasting flavors brought together through the pilot’s journeys around the world, taking in mementos of the glory days of grand exploration, and maybe even start an adventure of your own …







































































































































































Sonntag, 13. März 2016

Historic train trip through Switzerland in a Orient Express Coach

Der Orient-Express war ursprünglich ein nur aus Schlaf- und Speisewagen zusammengesetzter Luxuszug der Compagnie Internationale des Wagons-Lits (CIWL), der erstmals am 5. Juni 1883 verkehrte. Er verband Paris mit Konstantinopel (seit 1930 Istanbul) und weiteren Zielen in Osteuropa. Der oft als König der Züge und Zug der Könige bezeichnete Zug war Kernelement eines ganzen Systems von Luxuszügen, die vor allem der Verbindung von Paris und den Kanalhäfen mit verschiedenen Zielen in Mittel- und Osteuropa sowie auf dem Balkan dienten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Orient-Express mit Abschaffung der Zuggattung der Luxuszüge und der Aufnahme reiner Sitzwagen zu einem normalen Schnellzug. Ab 2002 als Nachtzug auf die Strecke Paris–Wien beschränkt, verkehrte der Orient-Express seit Juni 2007 weiter verkürzt auf der Strecke Straßburg–Wien. Diese Zugverbindung wurde mit dem Fahrplanwechsel Dezember 2009 eingestellt; nach 126 Jahren war dies das Aus für den Orient-Express als fahrplanmäßigen Zug.

Seit Mitte der 1970er-Jahre werden durch verschiedene Anbieter Sonder- bzw. Touristikzüge mit restaurierten alten Wagen der CIWL betrieben. Diese Züge, die nicht in den normalen Fahrplänen der europäischen Bahngesellschaften aufgeführt werden, nutzen teilweise früher vom Orient-Express und seinen Zweigzügen befahrene Strecken; ihre Namen sind vom historischen Orient-Express abgeleitet.

Bekannt geworden ist der Orient-Express auch als Schauplatz in Film- und Literaturklassikern, vor allem durch Agatha Christies Kriminalroman Mord im Orient-Express.